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Person:Eichenseer, Adolf

Aus Wiki of Music

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VornameAdolf
NameEichenseer
Geschlechtmännlich
Geburtsdatum27. Januar 1934
WOMID3422

Adolf Eichenseer ist ein deutscher Brauchtumskenner und Bezirksheimatpfleger, der aufgrund seines hohes Engagements das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse bekam.

Porträt

Interview und / oder Video

Video-Beschreibung

Biographie

1953

 bis

1955

Seine Wurzeln hat Dr. Eichenseer in Schmidmühlen. Er macht sein Abitur in Regensburg am alten Gymnasium und studierte Lehramt für Volksschulen. 

1955

bis

1959

Nachdem er diesem Beruf 3 Jahre lang in München nachgegangen war, entschloss er sich für eine Weiterbildung zum Realschullehrer an der Pädagogischen Hochschule München-Pasing und an der Hochschule für Musik in München. Er belegte diese Ausbildung mit den Fächern Deutsch und Musik und erhielt das Staatsexamen. Er heiratete außerdem 1959 Erika Eichenseer, geb. Jahn.

1959

bis 

1969

Weitere 10 Jahre später als Realschullehrer, Konrektor und Studienrat began er wiederum in München zu studieren, diesmal Volkskunde, Musikwissenschaft und Pädagogik. Aufgrund dessen trägt er den Titel: Doktor der Philosophie.

Neben dem Studium war er Organist und Chordirektor in St. Joachim (München). An der Universität in München war er Dozent für "Deutschkurse für Ausländer". Zudem setzt er sich für Volksmusik-, Trachten-, Volkskunst- und Brauchtumspflege und Denkmalpflege ein, hat seinen Schwerpunkt jedoch in der Musik. 

1972

Eine seiner Großveranstaltungen war z. B. die VITA BAVARICA im Jahre 1972, bei der er unter anderem seine hohe Kreativität als Volkskundler unter Beweis stellte. 

1973

Als Dr. Eichenseer 1973 an einer Jahreshauptversammlung des Nordbayerischen Musikbundes Bezirksverband Oberpfalz teilnahm wurde er überraschenderweise und mit Überredungskünsten des damaligen Präsidenten des Musikbundes zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Dies löste eine Kettenreaktion aus. Es wurden zahlreiche Neugründungen von Jugendblaskapellen durchgeführt und ab 1970 bis heute schoss die Zahl an Mitgliedsvereinigungen von 29 auf 160 Stück.

1984

1984 wurde er dann Präsidet des Musikbundes. Er erreichte durch seine guten Beziehungen zahlreiche Zuschüsse für die Verbindung von Musik und Kultur.

Mitwirken

und

Schaffen

von

1969

bis 

1994

Er gründete ein Volksmusikarchiv und ein "Studio für neue Musik" in Regensburg. 

Als Autor etlicher BR-Sendungen in Hörfunk und Fernsehen machte er das Publikum mit Brauchtums- und Volksmusikthemen bekannt.

Desweiteren veranlasste Dr. Eichenseer, dass eine Oberpfälzer Bläserwoche, ein Bezirksorchester und eine Bezirks-Big-Band eingeführt wurden. Er verbesserte auch das typische Blasmusik und Bierzelt Klischee. Das Organisieren von Blasmusikwettbewerben und Konzerten und das Einführen eines Musikförderpreises wird ihm ebenfalls hoch angerechnet.

Er initiierte in der Kebbel-Villa in Schwandorf eine Oberpfälzer Bezirksgalerie und ließ die Wolfsegger Burg sanieren. Ein Burgmuseum und ein Kulturprogramm namens "Wolfsegger Sommer" folgten. 

Eichenseer half auch noch bei der Verwirklichung folgernder Projekte mit:

Oberpfälzer Freilandmuseum Neusatz-Perschen,

Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Theuern,

Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld,

Oberpfälzer Handwerksmuseum in Hillstett/ Rötz,

Sanierung der Hofstelle Wolf/Knittl in Matting.

Dr. Eichenseer sieht die Musik als Verständigung verschiedener Völker und fördert deshalb auch den internationalen Kontakt von Musikern. Besonders die Jugend liegt ihm sehr am Herzen und Zahlen besagen, dass die meisten aktiven Musiker unter 25 Jahre alt sind und vor allen die Mädchen überragen. Dies sieht er als Belohnung für seine Arbeit.

1994

Als er 1994 in die Pensionierung ging hörte er nicht auf sich für kulturelle Aktivitäten einzusetzen. Ein Jahr später gründete er die Bayerisch-Slowenische Gesellschaft, die ebenfalls mit großem Erfolg gekrönt ist.

2003 Am 19. Oktober wurde er Ehrenpräsident des Nordbayerischen Musikbundes, was er wegen seinem unermüdlichen Engagement wohl mehr als verdient hat.

2009

bis

2014

2009 gründete er die Schönwerth-Gesellschaft mit der er über 100 Veranstaltungen abhielt. Projekte dieses Vereines waren unter anderem eine Märchenoper namens "Das fliegende Kästchen" und Aufbau eines Märchenpfades in Sinzing. Aktuell ist "Der Höydl", eine Oper in Planung.

Karriere / Musikalisches Schaffen / Werk

Auszeichnungen:

  • Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande
  • Pro Meritis (Bayerisches Kultusministerium)
  • Denkmalschutz-Medaille (Bayersicher Landesverein für Heimatpflege)
  • Verdienstmedaille des Bezirks Oberpfalz
  • Wolfgangsmedaille des Bistums Regensburg
  • Volkstumspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft
  • Nordgaupreis (Oberpfälzer Kulturbund)
  • Hohe Auszeichnungen von Trachtenverbänden, des Bundes Eghalanda Gmoin, des Nordbayerischen Musikbundes, des Österreichischen Blasmusikverbandes und des Arbeitskreises Flurdenkmalforschung in der Oberpfalz usw.
  • Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1. Klasse
  • Goldenes Ehrenkreuz, die höchste Auszeichnung des Internationalen Musikbundes CISM
  • Volksmusikpreis der Hans-Seidl-Stiftung 
  • Kulturpreis des Bayerischen Waldvereins
  • Verdienstorden der Republik Slowenien
  • Goldmedaille des Bayerischen Rundfunks
  • Waldschmidt-Preis 

Alben / Singles / Featurings / Werke

Album / Titel Video zum Album
Freinderl, wann geh ma hoam Adolf Eichenseer
Adolf Eichenseer: "Freinderl, wann geh ma hoam"
Schwarzbraunes Maderl Adolf Eichenseer  
Schwarzbraunes Maderl mit Adolf Eichenseer

Alte, rucks Geld raus, i will ins Wirtshaus Adolf Eichenseer

 
Adolf Eichenseer: "Alte, rucks Geld raus, i will ins Wirtshaus"

Weblinks

  • Website
  • Offizielle Fanpage

Hör-/ Bücher

  • Liabes Kind, da hast mei Sach: Bayerisch-böhmische Weihnachts-, Neujahrs- und Dreikönigslieder., Mz Buchverlag, 1. Auflage Oktober 2010 (ISBN 9783934863798)
  • Sagen und Märchen aus der Oberpfalz.,Koch, Schmidt u. Wilhelm, 11. Dezember 2009 (ISBN 9783936721355)
  • Da Engl is kumma: Bayerisch-böhmische Advents- und Weihnachtslieder., Mz Buchverlag, 1. Auflage September 2009 (ISBN 9783934863781)
  • Jessas is's im Wirtshaus schee: Wirtshauslieder aus der Oberpfalz., Mz Buchverlag, 2. Auflage 9. Juli 2009 (ISBN 9783934863323)
  • Freinderl, wann geh ma hoam: Wirtshauslieder aus der Oberpfalz und angrenzenden Gebieten., 3. Auflage 9. Juli 2009 (ISBN 9783931904661)
  • Oberpfälzer Leben: Ein Hausbuch von Fronleichnam bis Martini., Morsak, 1. Auflage März 2009 (ISBN 9783865120298)
  • Oberpfälzer Ostern., Mz Buchverlag, 1. Auflage 2001 (ISBN 9783927529458)
  • Oberpfälzer Weihnacht: Ein Hausbuch von Kathrein bis Lichtmess., Mz Buchverlag, 10. Auflage 2000 (ISBN 9783931904449)
  • Heit san ma wieder kreizfidel: Bairische Wirtshausliader und Trinksprüch., Volk Verlag, 1. Auflage 2012 (ISBN 9783862220854)
  • Gigl, geigl, no a Seidl: Bairische Wirtshausliader und Trinksprüch., Volk Verlag, 1. Auflage 2012 (ISBN 9783862220984)
  • Alls bloß koa Wasser net: Bairische Wirtshausliader und Trinksprüch., Volk Verlag, 1. Auflage 2012 (ISBN 9783862221035)
  • Oberpfälzer Kost: Aus Bauern-, Bürger- und Pfarrhäusern., Pustet Verlag, 3. Auflage 1991 (ISBN 9783791705286)
  • Zamglaabt - Oberpfälzer Mundart-Anthologie., Pustet Verlag, 1977 (ISBN 9783791705019)

Fußnoten

Autor